"Nur" Platz 13 für Lukas Reim beim Weltcup-Auftakt in Zagreb




Nicht ganz zufrieden zeigte sich Lukas Reim am Ende des ersten Weltcupwochenendes: "Das Finale war noch am besten. Aber auch da ist es nicht so rund gelaufen wie zuletzt in Varese", erklärte Reim.

Bereits am Freitag stand für Lukas der Vorlauf im mit 19 Booten gut besetzten Männer Einer an: ein erster oder zweiter Platz im Vorlauf hätte es sein sollen, um direkt in das Semifinale A/B einzuziehen. Doch die schwierigen Bedingungen – zeigten Lukas Schwächen auf: „Lukas hatte sich - wie das Trainerteam auch - mehr erwartet. Bei starkem Gegenwind fallen seine physischen Defizite schwerer ins Gewicht. Technisch ist er schon unglaublich stark, aber körperlich muss noch einiges passieren", hatte Nationaltrainer Robert Sens danach erklärt. Nach der drittschnellsten Zeit im Vorlauf, die Rennen wurden als Time-Trials gefahren, musste er bereits am Nachmittag nochmal im Hoffnungslauf an den Start

Im Hoffnungslauf startete Lukas gut und konnte sich gemeinsam mit den Startern aus Polen und Slowenien im vorderen Feld behaupten. Zur Streckenhälfte ging er mit dem Slowenen sogar in führender Position gemeinsam über die 1000 m Marke. Dann aber spielte der Slowene Filip-Matej Pfeifer seine Stärke aus und holte nach und nach auf. 500 m vor dem Ziel überspurtete der Slowene nicht nur Lukas, sondern auch das polnische Boot. Lukas versuchte zwar mit aller Kraft dagegenzuhalten, konnte aber nichts mehr entgegensetzen. Mit dem 3. Platz im Hoffnungslauf sicherte sich Lukas zwar den Einzug ins Finale C, die erhoffte Qualifikation für das Semifinale A/B, also einen Platz unter den ersten 12 war damit aber endgültig dahin.

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste der Weltruderverband FISA die Rennen um einen Tag verschieben: für Sonntag waren starke Windböen vorhergesagt, so dass man sich entschied, alle Rennen bereits am Samstag auszutragen.

Im Finale C lief es für Lukas besser: nach einem guten Start, konnte er bereits bald den schnell startenden Ungarn einholen. Mit 32 Hundertstelsekunden holte sich Lukas schließlich den Sieg im C-Finale und sicherte sich so den 13. Platz – ein versöhnlicher Abschluss bei einem nicht ideal verlaufenden Weltcupwochenende.

Der österreichische Nationaltrainer zu Lukas Leistung am Weltcupwochenende: „Es war nicht sein Wochenende. Das C-Finale war nicht das Ziel. Er ist noch ein junger Athlet, wo es auch darum geht Erfahrung zu sammeln und Schritte nach vorne zu machen. Das beinhaltet auch, dass es mal einen Schritt zurück geht, aber insgesamt sind wir mit seiner Entwicklung sehr zufrieden.“